Audio-Inhalte in Digital Signage - ein Gedankenexperiment

Audio-Inhalte und Digital Signage. Eine interessante Idee, die an sich sehr naheliegend ist, doch in den meisten Fällen nicht praktizierbar wirkt. Wie bei allen anderen Inhalten muss man sich auch hier einigen Fragen und Herausforderungen stellen, welche am Ende zur wichtigsten Frage von allen führt:

Braucht man das?

Spielen wir das Ganze doch einmal durch.

Die W-Fragen?

Warum und Was?

Zu aller erst benötigt das Ganze einen Zweck. Und da die Art des Tons natürlich direkt mit dem Zweck korreliert, lassen sich diese zwei W-Fragen nicht trennen.

Etwas ausgeschriebener lauten die Fragen dann ungefähr so:

  • Was soll über Ton transportiert werden?
  • Was soll erreicht werden und warum sollten wir Ton nutzen?

Hier die - meiner Meinung nach - drei wichtigsten Anwendungsgebiete für Audio-Inhalte in einem Digital-Signage-Umfeld:

  • Musik zur Unterhaltung der Besucher/Kunden
  • Sprach- bzw. Tonausgabe um Inhalte barrierefrei zu gestalten bzw. zu unterstützen
  • Visuelle Inhalte mit eigenem Ton

Da man nun einen Zweck begründet hat und ein Mittel gewählt hat um diesen zu erreichen, wie geht es nun weiter?

Wie?

Das Wie ist in diesem Fall zweckgebunden und damit je nachdem komplizierter oder einfacher. Auf jeden Fall benötigt man entweder einen Display mit Lautsprechern oder ein dediziertes Lautsprecher-System, welches die Inhalte wiedergeben kann.

Ab hier wird es aber interessant: Musik zum einen kann vollkommen getrennt von visuellen Inhalten abgespielt werden. Es gibt sogar eine Menge frei nutzbarer Musik, welche genau für solche Zwecke gemacht wurde - teils sogar kostenlos.

Hier ein paar Links zu passenden Portalen:

Sprach- bzw. Tonausgabe für Barrierefreiheit ist wiederum eine ganz andere Aufgabe. Hier kommt es dann ganz stark auf den visuellen Inhalt an.

Bei oft wechselnden Inhalten wird es da schon schwierig dies elegant zu lösen. Hier bieten sich wahrscheinlich einfach Kopfhörer bzw. ein Eingang für solche bzw. eine Bluetooth-Verbindung an. Dabei wird quasi dauerhaft der Ton abgespielt, aber eben nur auf den verbundenen Kopfhörern.

Ist der Inhalt wiederum statisch könnte man einen Button auf einem Touchscreen bzw. einen echten mechanischen Button des Displaygehäuses nutzen um die Tonausgabe zu starten. Ein Beispiel hierfür wäre das Vorlesen einer Raumbeschilderung, welche dem Zuhörer nennt, welcher Raum das gerade ist.

Wenn nun der Content mit eigenem Ton ausgestattet ist - dann würde man entweder zur Lösung eines Lautsprechers-Systems greifen oder eben zur Kopfhörerlösung.

Warum, was und wie wären damit grob abgearbeitet. Und wohin nun damit?

Wo?

Ja, das könnte fast die wichtigste Frage sein. Wo setzt man Ganze ein? An sich hätte man diese Frage auch an den Anfang stellen können, so wichtig ist die. Denn auch hier ist der Ort abhängig vom Zweck.

Nur um das klarzustellen: Ich meine nicht, den Ort des Bildschirms bzw. des Lautsprechers. Sondern viel allgemeiner: Wo lohnt es sich Ton zu nutzen? Und an sich kann man fast überall sagen. Gerade beim Thema Barrierefreiheit hilft Ton ungemein weiter. Jegliche Raumbeschilderung würde von Text-to-Speech profitieren können.

Oder als Entertainment in lauteren Umgebungen - vom Einkaufshaus bis zur belebten Meile - könnten Systeme mit Bluetooth bzw. Kopfhörereingängen den Besuchern einen erheblichen Mehrwert bieten - seien es Audio Guides, eine kleine Geschichtsstunde, Erklärungen, Empfehlungen, etc.

Ok, und wo geht es nicht? Schwierige Frage ehrlich gesagt. Es wird wahrscheinlich sicherheitskritische Umgebungen geben, in denen mit Ton einfach nicht gearbeitet werden kann.

Also schlussendlich könnte Ton - wenn es nun gewollt ist - überall genutzt werden.

Abschließendes

Ich weiß, ich weiß, das wann wurde gar nicht beantwortet. Dabei muss sagen: Die Frage ist in diesem Kontext recht irrelevant. Ganz einfach! =)

Und falls Ich noch weitere W-Fragen vergessen habe, dann bin ich ganz Ohr: fcoenen@netmax.de, zu ihren Diensten!

Das wars dann wieder für diese Woche, ich hoffe Ich konnte Sie mit diesem kleinen Gedankenexperiment etwas hellhörig machen.

Nächste Woche wird es wahrscheinlich wieder ein Dev Diary geben, wahrscheinlich.

Vielen Dank fürs Reinschauen!

Bis dahin, man liest sich!