Content - Part 1 - Was ist eigentlich Content und wieso ist der für Digital Signage relevant?

Content. Das Buzzword der letzten Jahre oder vielleicht sogar Jahrzehnten. Von Marketing- und Designfirmen über Influencer und den passend benannten Content Creators schwebt dieses Wort wie das erste Gebot hoch über allem. Bei aller Theatralik ist guter Content inzwischen extrem wichtig geworden. Selbst Google & andere Suchmaschinen bewerten organischen Content als eins der wichtigsten Elemente für das Ranking.

Aber auch für Websiten, Social Media-Posts oder klassicheren Werbekampagnen ist guter Schrift- und Bildcontent - Audio mal außen vor gelassen - unfassbar wichtig.

Und auch für ihr Digital Signage-Konzept ist Content wichtig. Dadurch wird aus einer einfachen Beschilderung ein aktives Bindeglied ihrer Corporate Identity und auch eine weitere Möglichkeit Komfort für den User aber auch Mehrwert für sie zu generieren.

Aber springen wir nun erstmal zum Anfang zurück:

Was ist Content eigentlich?

Wir haben es hier zum Glück mal wieder mit einem Anglizismus zu tun, welcher allein durch die Übersetzung direkt klarer wird.

Content heißt nämlich nichts anderes als Inhalt.

Das beschreibt - einfach ausgedrückt - jegliche Form von Medium, welches Informationen übermittelt und damit inhaltich wertvoll ist.

Man unterscheidet folgende Arten von Content bzw. Inhalten:

  • Text
  • Bild (und damit auch Video)
  • Audio

Was wiederum guten Content ausmacht ist extrem abhängig vom Kontext. Da stellt sich die Frage was mit dem jeweiligen Inhalt erreicht werden soll, sei es Übermittlung von Informationen, Erzeugen von Aufmerksamkeit, Unterhaltung von Kunden, etc.

Doch lassen Sie uns den Gedanken mal etwas weiterspinnen und dabei etwas spezifischer werden:

Wieso ist guter Content auch für Digital Signage relevant?

Die Antwort hierauf ist ziemlich einfach: Wir haben es hier mit einer visuellen Darstellung von Informationen zu tun. Und da gibt es natürlich einige Möglichkeiten diese zu übermitteln: Sachlich und simpel, bunt und aufregend, stark orientiert an der Corporate Identity oder stets dynamisch und passend zum jeweiligen Anlass?

Sie haben da jegliche Freiheit und dadurch die Qual der Wahl. Aber keine Sorge, ein paar passende Hinweise und Anregungen lasse Ich Ihnen schon mal hier, die Ihnen helfen könnten:

1. Bei Digital Signage ist es extrem wichtig, dass die Inhalte einfach und quasi im Vorbeigehen verdaut werden können.

Meistens bleiben die Kunden nicht minutenlang vor dem Gerät stehen, sondern sind in Bewegung. Das heißt, das man hier mit wenig Text und aussagekräftiger Visualisierung arbeiten sollte. Sie wollen eine Wegeführung etablieren? Nutzen Sie Pfeile und/oder allgemein bekannte Ikonographie.

2. Achten Sie auf das Format und die Größe des Signage-Bildschirms

Da wir es in der Digital Signage oft mit Schwankungen in der Display-Größe und dem Formfaktor zu tun haben können, sollte der Content stets passend zum genutzten Display angepasst werden. Am einfachsten ist das, wenn man eins der Schilder in naher Umgebung zum Testen nutzen kann um zu sehen wie das reale Ergebnis aussieht.

Insbesondere wenn sie den Content auf einem Bildschirm mit hoher Auflösung erstellen um dann zu merken, dass das niedrigauflösende Signage-Display ihre Inhalte nur dürftig ausgibt. Achten Sie da auch auf die Auflösung von Bildinhalten und passen diese an die Endauflösung an oder besser noch: Erstellen diese Inhalte so nah wie möglich an der Endauflösung.

Ich verlinke Ihnen mal einen Stackexchange-Beitrag zum Thema "Was passiert, wenn ich ein Bild mit hoher Auflösung auf einen Bildschirm mit niedriger Auflösung packe?". Aber zusammengefasst wird das Bild resampled. Und je nach Algorithmus kann das eher besser oder schlechter ausfallen.

3. Farben sind klasse, aber übertreiben sie es nicht.

Mit großer Macht kommt große Verantwortung. Das gilt für alle Bereiche des Lebens und auch für digitale Ausschilderung. Nur weil man Millionen von Farben gleichzeitig darstellen kann, sollte man es nicht gleich tun. Beschränken Sie sich auf zwei, drei Kernfarben im Layout.

4. Kontraste sind ihr Freund

So einfach das gesagt ist, ich verstehe Sie. Sie wollen ihre Firmenfarben unbedingt alle in ihre Inhalte einarbeiten um ihre Corporate Identity auch in ihrem Signage-Konzept zu präsentieren.

Doch dann stellt sich die Frage: Was wird die Schriftfarbe? Hintergrundfarbe? Farbe von weiteren Elementen?

Und dabei sollten Sie stets darauf achten, dass die Farben genug Kontrast zueinander haben. Das folgende Bild veranschaulicht das ganz gut.

Kontraste helfen der Lesbarkeit
Kontraste helfen der Lesbarkeit

Kleiner Tipp: Wenn Sie unbedingt eine bestimmte Farbe nutzen möchhten für die Schrift oder Ähnliches, probieren Sie es mit einem kontrastierten Schlagschatten.

Und falls Sie nicht wissen, wie das geht: Einfach auf nächste Woche freuen.

5. Wer den Font ehrt, der weiß wie man belehrt.

Entschuldigen Sie den grausamen Reim. Aber der musste sein.

Die richtige Schriftart ist bei Text-Inhalten das A und O. Und ich rede nicht davon auf Comic Sans rumzuhacken - selbst wenn die Schrift echt nicht die beste Wahl ist - sondern davon, dass die Lesbarkeit das absolut Wichtigste ist. Orientieren Sie sich auch gerne an den üblichen Trends im Web: Roboto ist nicht umsonst eine der beliebtesten Schriftarten im Netz.

Hier einmal die altbekannten Google Fonts - sortiert nach Beliebtheit: https://fonts.google.com/?sort=popularity

Sie müssen natürlich nicht eine Schrift nehmen, die jeder nimmt und sie müssen auch nicht unbedingt auf Serifen verzichten. Es ist auch legitim eine verspieltere Schrift zu nehmen. Trotzdessen sollte man sich immer den Zweck vor Augen rufen: Lesbarkeit.

6. Und ich könnte immer so weiter machen...

Sie merken, dass sind für die meisten Anwender wahrscheinlich nicht die neuesten Informationen, doch sollte man sich diese stets vor Augen führen. Und es gibt sicherlich noch einige weitere Hinweise, Anmerkungen, Vorschläge, etc. die man vorbringen kann.

Doch für heute soll das erstmal ein guter Einblick gewesen sein.

Abschließende Worte

Wir sind auch schon am Ende des ersten Teils der Content-Reihe angekommen und ich hoffe ich konnte Sie damit etwas abholen und den ein oder anderen Input erreichen.

Der zweite Teil kommt dann wie gewohnt am Montag und wird Ihnen näherbringen wie sie selber Inhalte produzieren inklusive ein paar Basics in Bildbearbeitung und Texterstellung.

Falls Sie Fragen oder Anregungen haben: Seien Sie nicht schüchtern, schreiben Sie mir: fcoenen@netmax.de

Vielen Dank fürs Reinschauen!

Bis dahin, man liest sich!